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Sport bedeutete fĂŒr Steffi schon immer alles. Als die junge Polizistin 2011 Deutsche Meisterin im Ultratrail wird, ahnt sie noch nicht, dass sie zu diesem Zeitpunkt lĂ€ngst schwanger ist. Wie sie Baby und Sport nun unter einen Hut kriegt – davon erzĂ€hlt sie in ihrem Blog.

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Es ist kein Regen – der Himmel weint weil er seinen schönsten Engel verloren hat

17. Jun 2012

Autor Stefanie Felgenhauer

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So, da bin ich wieder! Genau 17 Tage ist es her, dass meine kleine Maus Paula nicht ganz freiwillig das Licht der Welt erblickte.

Sie ließ sich nicht dazu bewegen, sich noch zu drehen, also wurde ein Kaiserschnitt mit Teilnarkose bei mir durchgefĂŒhrt. Und mein Engel hatte gute GrĂŒnde sich nicht zu drehen, die Nabelschnur war sehr kurz und lag um ihren Hals!

Ja, der Kaiserschnitt… Eine Erfahrung die ich im Augenblick nie wieder machen möchte!!!! Ich habe mich noch nie so hilflos, ausgeliefert und völlig verĂ€ngstigt gefĂŒhlt. Es war meine erste Op und ich hatte mehr Angst als Verstand. Doch mein Mann war bei mir und die Ärzte im Krankenhaus Zwiesel waren auch sehr nett und verstĂ€ndnisvoll. Leider konnte ich die Kleine nicht gleich anlegen, sondern erst im Aufwachraum.

Das dieses kleine BĂŒndel mein Kind sein soll, fĂŒr das mein Mann und ich nun die Verantwortung tragen schlich sich erst langsam in meine Bewusstsein. Da ich mich die ersten zwei Tage gar nicht bewegen konnte brauchte ich fĂŒr die ersten Stillversuche immer Hilfe! Die Kinderschwestern waren zwar sofort da und unterstĂŒtzten mich nach KrĂ€ften, aber es war eine sehr schwere Zeit. 10 Tage blieb ich mit der Kleinen im Krankenhaus, nach ein paar Tagen durfte ich mit Begleitung schon raus gehen, die Kleine blieb derweil im Kinderzimmer. Aber ich war sehr angeschlagen. Die Sectio setzte mir ebenso zu wie die Probleme beim Stillen und mein Kreislauf.

Als wir endlich heim durften wurde alles erst noch schlimmer. Meine Brustwarzen waren aufgebissen und ich stillte nur noch mit HĂŒtchen sonst bekam ich einen Heulkrampf. Dadurch erwischte sie zu wenig und wollte alle zwei Stunden trinken, was sich oft ĂŒber eine Stunde zog – an schlaf war nicht zu denken. Nachts heulte ich eigentlich nur noch, ich hatte Angst wenn sie aufwacht und trinken will da die Schmerzen zuviel fĂŒr mich waren. Wie ich das sechs Monate aushalten soll war mir ein RĂ€tsel!

Drei Tage ist es jetzt her, da wachte ich mit Fieber und SchĂŒttelfrost auf – Diagnose BrustentzĂŒndung. Ich musste auf einer Seite abpumpen, aber da kam fast nichts mehr, die Brust hatte sich so gut wie selber abgestillt. Und dann probierte ich es schweren Herzens mit FlĂ€schchen auf Rat meiner Hebamme. Sie sah wie ich litt und wie die Beziehung zu meiner Tochter litt. Jetzt versuchen wir gerade uns umzustellen… Mal schauen wie sie es vertrĂ€gt und wie es sich auf meinen Körper auswirkt das ich nicht mehr stille…!! Aber Paula ist bisher ein sehr braves MĂ€dchen, dass viel schlĂ€ft und nur bei Hunger die ganze Siedlung zusammenschreit :-)

An sportliche BetĂ€tigung ist natĂŒrlich noch ĂŒberhaupt nicht zu denken!! Aber ich schleppe die Kleine im Tragetuch ĂŒberall mit hin und gehe viel Spazieren! Auch wenn ich danach regelmĂ€ĂŸig die Couch aufsuchen muss… Es ist alles viel viel anstrengender geworden…



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