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Sport bedeutete für Steffi schon immer alles. Als die junge Polizistin 2011 Deutsche Meisterin im Ultratrail wird, ahnt sie noch nicht, dass sie zu diesem Zeitpunkt längst schwanger ist. Wie sie Baby und Sport nun unter einen Hut kriegt – davon erzählt sie in ihrem Blog.

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16 Kilo mehr… Und kein Ende in Sicht

14. Mai 2012

Autor Stefanie Felgenhauer

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Die Tage plätschern so dahin, zwischen Laufen und Möbel abbauen. Unser Umzug nimmt langsam Formen an und der Abschiedsschmerz packt mich immer öfters. Deshalb springe ich eigentlich den ganzen Tag durch die Gegend, bis mir abends die Schulter schmerzt das ich heulen könnte. Aber so komme ich wenigstens nicht zum überlegen. Ich freue mich ja auf mein Kleines, aber die Angst vor dem Unbekannten und der Schmerz, die beste Freundin zurück lassen zu müssen ergeben eine sehr explosive Mischung.

Die Versuche meines Mannes mich zur Ruhe zu verdonnern scheiterten bisher mehr als kläglich. Deshalb gehe ich fast jeden Tag zum locker Traben, der Ausdruck laufen ist wirklich übertrieben.

Trotzdem ist die Waage erbarmungslos… Heute hab ich das Bad ausgeräumt und das unsägliche Ding gleich mal verpackt, dann komm ich wenigstens nicht mehr auf die Idee mich zu wiegen. Bisher habe ich 16 Kilo zugenommen, wenn man von meinem Transalp-Gewicht ausgeht. Da hab ich mich nämlich zum letzten Mal vor der Schwangerschaft gewogen. Ok, da wog ich sowieso drei Kilo weniger als normal, aber trotzdem… Also Sportlerin ist man da oft sehr anfällig… Nette Leute in meinen Umfeld meinen zwar, man sieht mir von hinten die Schwangerschaft null an und der Bauch sieht aus wie im sechsten Monat aber die Zahlen auf dem komischen Display lassen mich manchmal echt zweifeln. Und dabei bin ich überhaupt nicht maßlos!! Ich achte sehr auf meine Ernährung, keine Nutellanächte, keine Essiggurken, keine Tortenschlachten… Meine Suchtmittel sind Haribo, Bahlsen Kekse, Knäckebrot, Käse und Obst mit Quark… Eigentlich ganz ok… Trotzdem bleibt mir die Luft immer öfters weg. (Ich sollte denjenigen mal finden, der die Anstiege auf meiner Strecke immer steiler macht…). Aber solange die Kleine gesund ist, sind sogar die Zahlen auf der Waage erträglich!! Rede ich mir immer wieder ein, wie gesagt, für eine Sportlerin ist das manchmal echt schwer. Und Kommentare wie “was, so viel?” sind nicht gerade hilfreich…

Mittlerweile freue ich mich schon sehr, wenn die Kleine da ist und auch der Umzug einigermaßen gepackt ist! Uns stehen noch stressige Wochen bevor… Trotzdem darf ich mich sehr glücklich schätzen, außer das die linke Schulter Probleme macht und ich kurzatmig werde geht es mir super! Die leichten Wehen sind auch wieder weg und das Wasser in den Beinen hält sich in Grenzen. Dem Sport sei dank!! In diesem Sinne, keep on Running!!

 



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